Weiterbildung, Schulung und Programme

Wissen wachsen lassen – für mehr Natur im Pflege- und Betreuungsalltag

Das Hochbeet „Frida“ ist mehr als ein Hochbeet – es ist ein Werkzeug für Teilhabe, Therapie und gemeinsames Erleben.

Damit dieses Potenzial voll zur Entfaltung kommt, empfehlen wir die Kombination mit bestehenden, bewährten Weiterbildungs- und Präventionsprogrammen.

Das Hochbeet „Frida“ lässt sich ideal in diese Programme integrieren und unterstützt dabei, das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen. Gleichzeitig erleichtert es Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Zugang zur Natur.

Ob Pflegeeinrichtung, Schule oder therapeutische Einrichtung – in Verbindung mit qualifizierten Weiterbildungen entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der Handlungssicherheit gibt und nachhaltig wirkt.

Mögliche Programme

Es gibt verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Gärten helfen Leben: gezielte Gartentherapie, therapeutische Anwendung, fachliche Einbindung in Pflege und Therapie
  • Acker e. V.: Aktivierung, Gemeinschaft und Naturerleben durch gemeinschaftlichen Gemüseanbau

Beide Ansätze ergänzen sich und nutzen Natur als wirksamen Bestandteil im Alltag.

Anbieter und ihre Programme

Gärten helfen Leben

Gärten helfen Leben (GHL) ist ein Institut für Gartentherapie mit über 20 Jahren Erfahrung in der Verbindung von Natur, Therapie und Pflege. Der Schwerpunkt liegt auf der gezielten therapeutischen Anwendung von Gartenarbeit zur Förderung von Aktivität, Wohlbefinden und Lebensqualität.

Durch praxisnahe Schulungen und Weiterbildungen unterstützt GHL Einrichtungen dabei, Gartentherapie fachlich fundiert und nachhaltig in den Alltag zu integrieren. Die Angebote werden von qualifizierten, IGGT-registrierten Gartentherapeut*innen durchgeführt.

Programme von Gärten helfen Leben (GHL)

Inhouse-Schulung Gartentherapie

Lebensfreude pflanzen – direkt in Ihrer Einrichtung

Für wen?

Betreuungskräfte (§53c SGB XI), Pflege- und Assistenzkräfte sowie angrenzende Berufsgruppen

Ziel

Vermittlung praxisnaher Methoden zur Aktivierung von Bewohner*innen und Förderung von Lebensqualität

Inhalte

  • Praktische gärtnerische Tätigkeiten
  • Grundlagen der Gartentherapie
  • Pflanzenwissen
  • Aktivierung verschiedener Zielgruppen
  • Umgang mit Krankheitsbildern
  • Planung und Durchführung von Angeboten

Rahmenbedingungen

  • 16 Unterrichtseinheiten (2 Tage)
  • 6–10 Teilnehmende

Für Mehr Informationen folgen Sie dem Link: https://www.gaerten-helfen-leben.org/inhouseschulungen-von-ghl/

Weiterbildungsprogramm: Gartentherapeutische Assistenzkraft

Ein Präventionsprogramm von Gärten Helfen Leben und dem Institut Leistung Arbeit und Gesundheit (ILAG)

ILAG: Das Forschungsinstitut ist ein in engem Kontakt mit Universitäten und Hochschulen stehendes unabhängiges, außenuniversitäres Institut für angewendete sozialwissenschaftliche Forschung.

Ein Interview sagt mehr als tausend Worte – entdecken Sie, welche positiven Veränderungen dieses Programm in einer Einrichtung bewirken kann.

Link : https://www.youtube.com/watch?v=mbzzRd3ktV8&t=7s

Gartentherapie als soziale Intervention

Für wen?

Pflege- und Betreuungseinrichtungen

Ziel

  • Förderung von Lebensqualität und Teilhabe
  • Aktivierung körperlicher, kognitiver und sozialer Ressourcen
  • Integration von Natur in den Pflegealltag
  • Qualifizierung zur gartentherapeutischen Assistenz

Inhalte und Ablauf

  • Praktische Einheiten in der Einrichtung
  • Online-Seminare (Theorie: Pflege, Psychologie, Gartentherapie)
  • Entwicklung eines individuellen Konzepts

Besonderheiten

  • Entwickelt aus der DuWiGaTa-Studie vom Institut Leistung Arbeit Gesundheit (ILAG),in enger Zusammenarbeit mit Gärten Helfen Leben und der Internationalen Gesellschaft Gartentherapie (IGGT)
  • Verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit langjähriger praktischer Erfahrung
  • wissenschaftlich fundiert
  • Nachhaltige Integration in den Alltag
  • Kombination aus Praxis und Theorie
  • Förderfähig über Krankenkassen

Für mehr Informationen folgen Sie dem Link: https://www.gaerten-helfen-leben.org/gartentherapie-in-der-praevention/

Programme von Acker e. V.

GemüseAckerdemie

In der GemüseAckersemie lernen Kinder, woher das Essen auf unseren Tellern kommt- auf der schuleigenen Ackerfläche, gemeinsam mit ihren Lehrer*innen.

Die GemüseAckerdemie ist ein mehrjähriges Bildungsprogramm, das Schüler*innen praxisnah für Natur, Ernährung und Nachhaltigkeit begeistert. Direkt an der Schule bauen Kinder und Jugendliche ihr eigenes Gemüse an und erleben, wo Lebensmittel herkommen, wie natürliche Kreisläufe funktionieren und was nachhaltiges Handeln bedeutet.

Für wen?

Schulen, ideal für die 3. bis 6. Klasse

Dauer

4 Jahre

Ziel

  • Förderung von Umweltbewusstsein und Ernährungskompetenz
  • Verständnis für Lebensmittel und deren Herkunft

Inhalte

  • Gemüseanbau auf dem Schulgelände
  • Verbindung von Unterricht und Praxis
  • Vermittlung von Nachhaltigkeitswissen

Besonderheiten

  • Lernen durch eigenes Tun
  • Förderung von Verantwortung und Teamarbeit
  • digitale Acker-Lernplattform als Dreh- und Angelpunkt der Wissensvermittlung

AckerRacker

AckerRacker ist ein mehrjähriges Bildungsprogramm, das Kita- und Kindergartenkinder spielerisch für Natur, Ernährung und Nachhaltigkeit begeistert. Die Kinder bauen ihr eigenes Gemüse an und erleben mit allen Sinnen, wo Lebensmittel herkommen – direkt auf dem Kita- oder Kindergarten-Acker.

Für wen?

Kitas und Kindergärten (3–6 Jahre)

Dauer

4 Jahre

Ziel

  • frühzeitige Naturerfahrung
  • Förderung von Motorik und sozialem Lernen

Inhalte

  • altersgerechte Bildungsmaterialien für den Kita-Alltag
  • digitale Acker-Lernplattform mit wertvollem Gemüse- und Ackerwissen
  • Orientierung an den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
  • Förderung von entdeckendem Lernen, Bewegung und sozialen Kompetenzen

Besonderheiten

  • niedrigschwelliger Einstieg
  • Lernen mit allen Sinnen

Nachbarschaftsgarten

Ein Nachbarschaftsgarten verbindet und bietet dabei die Chance, Menschen mit und ohne Gartenerfahrung in einem ökologisch sowie sozial nachhaltigen Projekt zusammenzubringen.

Für wen?

Nachbarschaften und Quartiere

Dauer

2-3 Jahre

Ziel

  • Förderung von Gemeinschaft und Austausch
  • Stärkung des Umweltbewusstseins

Inhalte

  • gemeinschaftlicher Gemüseanbau
  • Wissensvermittlung zu Natur und Ernährung
  • gemeinsame Aktivitäten

Besonderheiten

  • Generationenübergreifend
  • Schaffung lebendiger Begegnungsorte

Office Gardening / Ackerpause

Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Erleben sowie die Wertschätzung für Natur und Lebensmittel.

Für wen?

Unternehmen und Organisationen

Dauer

ab 8 Wochen

Ziel

  • Förderung von Teamgeist und Zusammenarbeit
  • Stärkung des Gesundheitsbewusstseins

Vermittlung von praktischem Wissen rund um Gemüseanbau

Inhalte

  • Gemüseanbau im Arbeitsumfeld
  • Workshops und Teamaktivitäten
  • Wissen zu Ernährung und Nachhaltigkeit

Besonderheiten

  • Verbindung von Natur und Arbeitsalltag
  • Teambuilding durch gemeinsames Tun

Förderfähig als Präventionsmaßnahme durch die Krankenkassen

Pflegeacker

Der Pflegeacker bietet präventive Maßnahmen für Mitarbeitende und Bewohner*innen in Pflegeeinrichtungen.

Für wen?

Pflegeeinrichtungen

Dauer?

3 Jahre

Ziel

  • Aktivierung von Bewohner*innen
  • Förderung von psychosozialer Gesundheit, kognitiver Ressourcen, Motivation zur Bewegung und gesünderer Ernährung

Inhalte

  • gemeinschaftliches Gärtnern
  • Sinnesaktivierung und Erinnerungsarbeit
  • begleitete Umsetzung mit Materialien

Besonderheiten

  • spielerischer, niedrigschwelliger Zugang
  • mehrjährige Einführung
  • gemeinsames Erleben von Bewohner*innen und Mitarbeitenden

Förderfähig als Präventionsmaßnahme durch die Krankenkassen

Zusammenfassung

Programme wie der Pflegeacker ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zur Natur durch gemeinsames Gärtnern und Aktivierung im Alltag.

Gartentherapie-Programme hingegen nutzen Natur gezielt als therapeutisches Instrument und integrieren diese strukturiert in pflegerische und therapeutische Konzepte.

Beide Ansätze tragen dazu bei, Natur erlebbar zu machen und Lebensqualität zu fördern – auf unterschiedliche, sich ergänzende Weise.